Nahrungsumstellung beim Hund

25. Juni 2018 von Paolo Zambianchi

Die Nahrungsumstellung stellt Hundebesitzer bisweilen vor gewisse Sorgen und Unsicherheiten. Doch grundsätzlich verläuft die Einführung einer neuen Ernährungsform relativ reibungslos. Hier finden Sie einige Tipps, wie die Futterumstellung optimal klappt.

So klappt's!

Hunde sind oft einfacher als Katzen, wenn es darum geht, die Nahrung umzustellen. Wobei es auch unter ihnen sehr gewiefte und schlaue Feinschmecker gibt, die sich nicht so schnell von einem neuen Futter überzeugen lassen.

Am einfachsten ist die Umstellung, wenn die Nahrung in ihrer Darreichungsform gleich bleibt, also trocken zu trocken, nass zu nass. Mehr Schwierigkeiten kann eine Umstellung von Trocken- auf Nassnahrung sowie roh bzw. selbst gekochtauf eine kommerzielle Nahrung (oder jeweils umgekehrt) bergen. Bei Trockennahrung gewöhnt sich der Organismus daran, dem Verdauungsbrei Flüssigkeit zur Verfügung zu stellen; anders herum entzieht er der Nassnahrung Feuchtigkeit.

Mit der Flüssigkeit werden ebenfalls Elektrolyte ausgetauscht. Auch die Darmflora passt sich der jeweiligen Nahrung an und muss sich bei einer Umstellung ebenfalls verändern. Das braucht einige Tage Zeit und kann schon mal mit Durchfall, Blähungen oder seltener Verstopfung einhergehen, was aber nicht zwangsläufig bedeutet, dass die neue Nahrung nicht vertragen wird.

Die "Hauruck-Methode"

Viele Hunde vertragen es erstaunlich gut, wenn die Nahrung plötzlich, also von einer  Mahlzeit zur nächsten, umgestellt wird. Nicht zuletzt hat die Domestikation dazu geführt, dass Haushunde begannen, sich von Nahrungsresten der Menschen zu ernähren und somit über ein breites Nahrungsspektrum verfügt haben bzw. immer noch verfügen.

Bei Hunden mit einer robusten Verdauung mag das gut funktionieren, doch aus den erwähnten Gründen ist es oft sinnvoll, dem Hund und seinem System einige Tage Zeit zu geben, sich an die neue Nahrung zu gewöhnen – insbesondere,wenn von Trocken- auf Feuchtnahrung gewechselt wird.

Wird innerhalb einer Marke umgestellt (beispielsweise ANiFiT Dog Dry zu ANiFiT Dog Dry Sensitive), kann man diese Methode in den meisten Fällen guten Gewissens anwenden. Die Unterschiede in der Herstellung und der prozentualen Zusammensetzung sind normalerweise nicht so gross, dass es Probleme geben würde.

Etappenweise Umstellung

Stellt man von einer Feucht- auf eine andere Feuchtnahrung (oder von einer Trocken- zu einer anderen Trockennahrung) um, erhöht man alle 2 bis 3 Tage den Anteil der neuen Nahrung um einen Viertel.

Das sieht so aus:

  • 2-3 Tage: 75% alte und 25% neue Nahrung
  • 2-3 Tage: 50% alte und 50% neue Nahrung
  • 2-3 Tage: 25% alte und 75% neue Nahrung

Nach 6-9 Tagen bekommt der Hund nur noch vom neuen Produkt. Bei sehr sensiblen Tieren kann es Sinn machen, die Umstellung über 10-14 Tage durchzuführen.

Ebenfalls mehr Zeit braucht der Wechsel von trocken zu feucht resp. feucht zu trocken. Wird das Trockenfutter mit Wasser etwas eingeweicht, kann sich der Organismus schneller anpassen. Es dürfen auch Flocken zur neuen Nassnahrung gemischt werden, die dann mit der Zeit reduziert werden können.

Tipps zur Futterumstellung

Abschliessend einige Tricks und Hinweise, damit die Nahrungsumstellung besser klappt:

  • Während der Nahrungsumstellung sollten Sie möglichst auf Leckerli oder neue Kauartikel verzichten.
  • Kommt es zu Durchfall, füttern sie eine halbe oder ganze Banane. Die meisten Hunde mögen Bananen und diese regulieren die Verdauung. Auch Pro- oder Präbiotika können die Umstellung erleichtern.
  • Geben Sie nicht sofort auf, wenn Ihr Vierbeiner die Nahrung nicht mit Begeisterung verschlingt. Oft braucht es ein paar Tage. Anders als Katzen könnenHunde 1-2 Tage problemlos fasten.
  • Stellen Sie die Nahrung hin. Wird sie nicht innerhalb einer halben Stunde vom Tier aufgenommen, entfernen Sie sie wieder. Füttern Sie zu den gewohnten Zeiten.
  • Anwärmen der Nahrung kann Wunder bewirken. Gerade der Duft der Feuchtnahrung wird dadurch stärker und macht sie oft unwiderstehlich. Benutzen Sie dazu ein warmes Wasserbad.
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